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Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager... 
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Was kann man machen wenn das Axialspiel des Pleul's im Kolben bzw auf der Kurbelwelle größer ist?
Wie groß kann das Spiel sein?
Was meinst du mit Pleullager Axialspiel 0,05 - 0,25 mm max. 0,40 mm?
Ist das auf der Kurbelwelle oder im Kolben gemeint?


Donnerstag 25. Februar 2010, 14:35
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Kurbelwelle ist gemeint.
Wenn du zuviel Spiel hast, hilft oben nur ein neuer Kolbenbolzen und unten neue Lagerschalen.

Anstatt neuer Lager wäre eine Option den Lagerschalen samt Träger am Stoß ein bis zwei Zehnten abzunehmen, aber dann müssen sie wieder auf Maß und rund gebohrt werden was zu Folge hat das sie an den Seiten auch dünner werden.
Wäre eine Lösung wenn man im Atlasgebirge wohnt und sonst keine andere Wahl hat ;)

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Donnerstag 25. Februar 2010, 22:46
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Ich glaube wir reden gerade aneinander vorbei :oops:
Axial ist doch wenn ich das Pleul auf der Kurbelwelle hin und her schieben kann oder? :roll:


Donnerstag 25. Februar 2010, 23:00
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Sorry, war nicht richtig bei der Sache. Habe in dem einem Fenster geantwortet und im anderen einen anderen Bericht geschrieben. Wobei wenn du Axial zu viel Spiel hast, hast du auch ein großes Problem und brauchst neuen Lager, denn beim KD15Z führen die Pleul den Kolben. Daher hast du seitlich auch den Radius an den Zapfen, wenn das nicht sitzt ist das nicht gut.

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Donnerstag 25. Februar 2010, 23:19
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Du machst mir aber wieder mal Hoffnung :(
Es ist nur gering, werde ich aber mit Messblättchen mal ausmessen.


Donnerstag 25. Februar 2010, 23:33
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Hallo Zusammen,

möchte diesen Beitrag nochmal aufleben lassen.

Nach meiner Motorrevision hat dieser nun ca. 20h Betriebszeit hinter sich. Eine Inspektion des Pleulelagers ergab ein Axialspiel von 0,3mm, was wohl bezogen auf den MWM-Vergelichsmotor nahe an der Obergrenze ist. Ein signifikantes Radialspiel ist durch wackeln am Pleuel nicht spürbar.
Bin mir nicht sicher, aber so ein deutliches Axialspiel wäre mir beim Einbau des Pleuels sicherlich aufgefallen. Der Verschleiss der Kurbelwelle war marginal, so daß ich damals nur die Lagerschalen gewechselt habe. Kolben & Kolbenbolzen sind neu Buchse wurde auf Übermaß gehohnt.
Ich Frage mich nun, ob ich beim Zusammenbau wirklich so blind war und das Axialspiel nicht bemerkt habe oder ob durch irgendein Umstand sich das Axialspiel in so kurzer Zeit vergrößert hat. Achso: ich habe die harten Lagerschalen mit Bronzelegierung benutzt.
Kann mir einer weiterhelfen?

Amazon


Samstag 15. Juni 2013, 13:36
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Hallo amazon,
wenn dein Axialspiel vorher im hundertstel Bereich war, so wie es eigentlich im Neuzustand sein sollte, dann solltest du in dieser kurzen Zeit Abrieb im ÖL wiederfinden.
Versuch mal zu filtern und schau ob du etwas findest.
Dann wäre eine Sichtung der Lagerschalen gut, WO sind sie wenn eingelaufen, sind sie rund oder eierig. Innenmessgerät verwenden.
Gegen ein einlaufen spricht das du kein radial Spiel hast. Das sollte sich bei so einer mächtigen Abnutzung ebenfalls erhöhen, bzw. spürbar sein.

Das du neue Lagerschalen verbaust ohne die Kurbelwellenzapfen rundzuschleifen, ergibt sich mir nicht wirklich.
Zitat:
Der Verschleiss der Kurbelwelle war marginal,

Wer hat das wie und womit gemessen??

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Samstag 15. Juni 2013, 14:32
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Bitte überprüfe mal die Lauffläche an der Kurbelwellen-Flanke...sind hier und an der passenden Seite des Lagers deutliche Laufspuren zu erkennen, könnte dein Axialspiel daher rüren dass die Lager dort seitlich verschlissen sind...folgende Gründe können die Ursache sein: zu grosses Axialspiel der Kurbelwelle, d.h. die Pleuellager werden beim treten der Kupplung zwischen den Kurbelwangen leicht verklemmt... weitere Ursache können auch verzogene Pleuelstangen sein oder das die Lager- Stellen nicht 100% mit der Bohrungsmitte des Zylinders fluchten.....

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Montag 17. Juni 2013, 13:24
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Beitrag Re: Laufbuchsen, Kolben, Kolbenbolzen, Pleul, Pleullager...
Hallo Markus, hallo Ursuspowerdiesel,

so ... mein Schlepper läuft wieder. Nun bin ich Euch aber noch ein paar Antworten schuldig.

Der Kurbelwellenzapfen wies keine Unrundheit auf. Durch Schmutzeintrag (vermutl. legiertes Motoröl über längere Zeit gefahren) hatte der Zapfen wellenförmige Auswaschungen und lediglich 2 Riefen durch größere Dreckpartikel. Insgesamt konnte ich radial Maßunterschiede von 0,03mm mittels Messchraube ermitteln (zur einer Seite axial leicht abfallend). Nach tel. Diskussion mit verschiedenen Motoreninstandsetzern habe ich mich dann dazu entschlossen, den Zapfen nur mittels feinen Schmirgelpapier zu überschleifen und, da schonmal zerlegt, nur die Pleuelschalen zu ersetzten (die eigentlich gar nicht so schlecht aussahen). Die neuen Pleuellager habe ich auf mittleres zulässiges Pleuellagerspiel aufbohren lassen. Mehr Absolutangaben kann ich leider nicht mehr machen, da mir meine Messreihen verlorengegangen sind und ich noch auf Rückinfo vom Instandsetzer warte.
Soweit o.k. Motor zusammengebaut und er lief.
Nun nach 20 h Betriebszeit habe ich den Förderbeginn um eine Bohrung im Einspritznocken nach hinten verlegt, welches laut Beschreibung 2,5° ausmachen soll. Nach markusscher Messmethode zur Ermittlung des Förderbeginns liege ich bei 26,5° +-1°, da ich den OT von unten optisch und nicht mit Messuhr ermittelt habe. Für alle, die beim NG16 auch den Förderbeginn ermitteln wollen: Der Zahnkranz hat 150 Zähne.
Ergebnis positiv. Der Schlepper springt sofort ohne durchorgeln an. Hat mich echt überrascht. Das Schwarzqualmen unter Last konnte ich ihm nicht abgewöhnen. Ich schiebe es auf den Nockenverschleiss zurück. Drehzahlreglung (Fliehkraftgewichte) waren top i.o. . Keine Spur von ausgeschlagenen Lagerungen etc.
Was mich eigentlich wieder wundert ist, daß durch einen verschliessenen Nocken die notwendige Kraftstoffmenge eigentlich später erreicht wird und sich damit der Einspritzzeitpunkt nach hinten verschiebt. Daher hätte ich eigentlich erwartet, daß ich den Förderbeginn nach vorne hätte verlegen müssen. ....

Nun wieder zu den Lagerschalen:
Axialspiel der Kurbelwelle habe kein Messbares (Keilriemenscheibe läßt sich axial kaum merklich bewegen). Also i.O. Abrieb oder Späne habe ich im Öl oder an der Ablassschraube auch nicht gefunden.
Was mir aber beim Begutachten der neuen Lagerschalen auffiel, war, das diese bereits in der Breite 0,2mm Untermaß haben (Auf den Flanken waren noch die Herstellungsriefen zu erkennen, also lag keine Abnutzung vor. Gehen wir davon aus, daß üblicherweise das Axialspiel 0,1mm im Neuzustand betragen soll, so komme ich schnell auf meine 0,3mm. Das Laufbild war absolut sauber.
Was habe ich gemacht: Ich habe die alten Schalen mit feinen Schmirgel leicht überschliffen und wieder eingebaut, da auch mit diesen kein merkliches Radialspiel fühlbar war und das Axialspiel nun 0,2mm beträgt. Damit kann ich bzw. der Motor leben.

So nun sind die Finger wund getippt. Trotzdem nochmal vielen Dank für die Hilfestellungen.

Gruß
Amazon


Sonntag 23. Juni 2013, 10:29
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