Hallo Heinz,
herzlich willkommen hier im Forum. Es ist immer wieder schön zu hören wenn so ein Normagschlepper von der ersten Stunde bis heute im Familienbesitz ist. Noch dazu wenn die damaligen "größeren Vollerwerbslandwirte" weiterhin auf Pferde gesetzt haben. Ein Normag C10 konnte zur damaligen Zeit auch nur ca. ein oder max. zwei Pferde ersetzen; aber wie hat mein Opa immer gesagt: Man musste beim Pflügen mit einem Einscharpflug nicht den ganzen Tag hinterherlaufen und dabei dem Pferd auf den A.... gucken. Noch dazu eine enorme körperliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis zur damaligen Zeit würde ich heute mal behaupten.
Ich habe noch als Kind den Trecker mit angehängtem Einscharpferdepflug gefahren um mit meinem Opa bzw. meinem Vater unsere Felder "anzufurchen" je nachdem ob hinterher mit dem Zweischarbeetpflug zusammengeschlagen oder auseinandergepflügt wurde. Zudem wurde dadurch die Grenze genau von Grenzstein zu Grenzsten (der mittels Mistgabel gesucht wurde) ausgepflügt um ja keinen Quadratmeter Feld und damit Ernteeinnahme zu verschenken.

Als ich größer und mein Opa älter war musste ich dann den Pflug führen und kann mir deshalb gut vorstellen wie anstrengend es gewesen sein muss den ganzen Tag mit einem Pferdegespann zu pflügen. Die damaligen "großen Landwirte" haben mit ihren zu der Zeit großen Drei- oder Vierscharpflügen teilweise keine Rücksicht auf Grenzlinien genommen.
Heute alles Nostalgie, interessiert bei den heutigen Feld- und Maschinengrößen eigentlich keinen mehr, aber zu der damaligen Zeit (Ende sechziger bis Anfang achtziger Jahre) ein notwendiges Übel und ich bin froh es miterlebt und gestaltet zu haben.